Schützenhaus  
von 1908 eV  
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Geschichte

Obwohl der Schützenverein in Krelingen erst 1908 gegründet worden ist, hat man Schützenfest schon viele Jahrzehnte vorher gefeiert. Schriftliche Nachrichten darüber existieren nicht mehr. Die Tatsache aber, daß noch eine Schützenfahne aus dem Jahre 1872 vorhanden ist, beweist dieses. Die eine Seite der Fahne ist, entsprechend der damaligen Zeit Schwarz-weiß-rot. Auf ihr ist zu lesen: „Es lebe die Schützengesellschaft in blühenden Reben, und die geehrten Damen daneben Krelingen“ Wo und wie die Schützenfeste gefeiert wurden, ist nicht überliefert. Es ist jedoch anzunehmen, daß sie auf einem Hof in der Nähe der damaligen Gastwirtschaft abgehalten wurden. Im Jahre 1908 kamen 25 Krelinger im Gasthaus Wünning zusammen und gründeten den Schützenverein. Vierzehn Tage später fand eine weitere Versammlung statt, auf der die Satzung beschlossen und der Vorstand gewählt wurde, und zwar

Vorsitzender Heinrich Hüttmann
Vizevorsitzender Fritz Ahrens
Kassierer Heinrich Söhnholz
Schriftführer Heinrich Willenbockel
Beisitzer Ernst von Felde
Fahnenjunker Johann Heinrich Wehrs
Vereinsbote Heinrich Rabe

 Nach der damaligen Satzung des Schützenverein war sein Zweck „eine freundschaftliche Vereinigung der Einwohner von Krelingen und nächster Umgebung zu dem alljährlich stattfindenden Schützenfest herbeizuführen. Das Eintrittsgeld wurde auf 2 Mark und der Jahresbeitrag auf 3 Mark festgesetzt. Das Schützenfest feierte man auf dem Hof der Gastwirtschaft. Während des ersten Weltkrieges ruhte die Vereinsarbeit. Zwölf Kameraden fielen. Im Jahre 1919 ging es in gewohnter Weise weiter. Heinrich Klanke wählte man zum Vorsitzenden. Leider verstarb er bereits im August desselben Jahres. Außer den Vierteljahrsversammlungen feierte man jedes Jahr meisten im Mai zwei Tage Schützenfest. Als Zeichen der Würde kaufte man damals für den König eine Kette, an die jeder Schützenkönig seit 1919 eine Medaille mit Namen und Jahreszahl anbringen mußte. Der König trägt sie beim Schützenfest aber auch bei anderen offiziellen Anlässen. Mitte der zwanziger Jahre hatte sich der Verein einen eigenen Saal angeschafft, der zum Schützen- und Erntefest ausgelegt wurde. Ende 1928 errichtete man einen Schuppen, damit er in der Zwischenzeit besser gelagert werden konnte. Dieser Saalschuppen diente bei den Festen als "Orchester für die Musik". Der offene Saal wurde 1937 verkauft, und zwar nach Einzingen. Der Schützenverein benötigte ihn nicht mehr, weil Heinrich Cohrs 1937 einen neuen Saal gebaut hatte. 1938 kaufte der Verein zwei KK-Büchsen. Zum Schützenfest wurde ein zweiter Schießstand angelegt und ein einfacher Schuppen errichtet, damit die Schützen der Sonne und dem Regen nicht so sehr ausgesetzt waren. Ein Kinderkönig wurde 1936 zum erstenmal ausgeschossen und wie der Schützenkönig mit einer Kette dekoriert. Auch ihm wird seitdem am zweiten Schützenfesttag eine kleine Scheibe ans Haus genagelt. Während des 2. Weltkrieges fanden nur noch wenige Versammlungen statt, die letzte im Januar 1943. 1945 wurde der Schützenverein von den Engländern verboten und sein Vermögen beschlagnahmt. Protokollbuch, Fahnen und manches andere mußten versteckt bzw. vergraben werden. Zwei Jahre später wurde der Schützenverein zunächst als Sportverein weitergeführt bis er im Jahr 1950 neu gegründet wurde. Auf dem Grundstück am Ettenbosteler Weg baute man 1953 einen neuen Schießstand, der 1959 erweitert wurde. Man schaffte mehrere Kleinkaliber- und Luftgewehr und einen Anzeigeautomaten an. Das Grundstück konnte dann 1972 gekauft werden so daß der Schießstand 1975 ein weiteres mal erweitert wurde. Kurz vor dem Schützenfest 1978 wurde er, da er den neuen Sicherheitsbestimmungen nicht mehr entsprach, polizeilich gesperrt. Sogleich ging man an den Um- und Ausbau des Schießstandes und das Königschießen 1979 konnte dort wieder stattfinden. Die Baumaßnahmen waren dann 1982 komplett beendet.

Quelle: Adalbert Graeger "Krelingen, Chronik eines Dorfes am Rande der Heide"

 Im Jahre 1976 wurde es auch Damen und Jugendlichen gestattet dem Verein beizutreten. Auch wurde in diesem Jahr der Beitritt in den Deutschen Schützenbund beschlossen. In den folgenden Jahren begannen dann die sportlichen Aktivitäten des Schützenvereins mit den Teilnahmen an Kreismeisterschaften und Kreisrundenwettkämpfen. Zahlreiche Starts bei den Landesmeisterschaften wurden im laufe der Zeit erreicht. Bei der Deutschen Meisterschaft in München wurde der Verein zweimal durch Carina Herfurth vertreten. Erstmal im Jahr 1995 in der Disziplin Luftgewehr 3-stellung und ein zweites mal im Jahr 1999 in der Disziplin Kleinkaliber-Standart.

 

 
 

 

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